Weinbauverband | 30. Juni 2022

Hoffen auf ein Jahr mit viel Präsenz

Von Barbara Sester
Anfang Juni wurde nach einem spannenden Vorentscheid Jessica Himmelsbach zur 72. Badischen Weinkönigin für das Amtsjahr 2022/23 gewählt. Ihr zur Seite stehen die Weinprinzessinnen Geraldine Liebs und Lisa Huber.
Kaum hatten Lisa Huber, Jessica Himmelsbach und Geraldine Liebs (von links) die Badischen Weinkronen sowie die Glückwünsche von Verbandsgeschäftsführer Holger Klein und Präsident Rainer Zeller erhalten, stürmten Vertreter der lokalen und überregionalen Medien zur Bühne, um das neu gewählte hoheitliche Trio abzulichten.
Sommerblumen in leuchtenden Farben, eine lauschige weiße Holzbank und Gartenaccessoires schmückten die Bühne des runden Saals im Freiburger Konzerthaus. Das Motto der neuen Dachmarke „Baden Der Garten Deutschlands” zog sich wie ein roter Faden durch die gelungene Veranstaltung, zu der rund 150 Gäste der Einladung des Weinbauverbandes gefolgt waren. Die Spannung stieg: Wer wird
Badens Weine im Amtsjahr 2022/2023 vertreten?
Nach den Einschränkungen der Vorjahre konnte die Wahl erstmals wieder unter regulären Bedingungen stattfinden, wie Weinbauverbandspräsident Rainer Zeller erfreut betonte. Für das neue Amtsjahr sei die Hoffnung auf mehr echte Begegnungen begründet. Unter den Gästen konnte Zeller neben der amtierenden Deutschen Weinkönigin Sina Erdrich aus Durbach auch die Fränkische Weinkönigin Eva Brockmann mit Präsident Artur Steinmann sowie Freiburgs Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach, Dr. Norbert Ferch (MLR), und den früheren deutschen Weinbaupräsidenten  Norbert Weber begrüßen.
Schlagfertigkeit und Bühnenpräsenz
Im Rahmen der Fachfragen müssen die Kandidatinnen auch immer ihre sensorischen Fähigkeiten beweisen. Dies erfolgte erstmals im Team.
Für die Wahl um Badens Weinkrone hatten sich Kandidatinnen aus den Bereichen Ortenau, Markgräflerland und Tuniberg beworben. Drei der Bewerberinnen konnten sich
in einer internen Befragung durchsetzen und traten dann in der Finalrunde gegeneinander an. Vor der rund 40-köpfigen Fachjury stellten sie sodann ihr Fachwissen und ihre Schlagfertigkeit unter Beweis.
Für die Endauswahl war dann zusätzlich ihre Bühnenpräsenz live vor ihren Familien, Freunden und Gästen gefragt. Moderiert von Verbandsgeschäftsführer Holger Klein und dem scheidenden Hoheiten-Trio konnten die Kandidatinnen ihren Bezug zu Badens Weinvielfalt und zum Garten vorstellen. In einer verdeckten Probe aus schwarzen Gläsern mussten die Finalistinnen gleichermaßen Teamgeist wie Weinkenntnis unter Beweis stellen und zwei Weine gemeinsam besprechen und sich zu Lieblingsweinen und Barrique-Ausbau äußern.
Es folgte ein persönliches Plädoyer der Kandidatinnen, warum sie sich um das Amt beworben hatten, bevor Holger Klein  die 72. Badische Weinkönigin bekannt geben konnte:  Jessica Himmelsbach hatte die Jury mit umfangreichen Fachkenntnissen überzeugt.
Kommunikative Expertinnen
Die 27-jährige Winzerin aus Heitersheim möchte ihre Leidenschaft für den badischen Wein und ihre Heimat mit möglichst vielen Menschen teilen. Zusammen mit den beiden Weinprinzessinnen Lisa Huber aus Durbach und Geraldine Liebs aus Freiburg-Opfingen wird sie nun für ein Jahr  Badens neun Anbaubereiche, die verschiedenen Weine und auch Winzer bei Veranstaltungen im In- und Ausland repräsentieren. Auch werden sie als Botschafterinnen der neuen Dachmarke „Baden Der Garten Deutschlands” auftreten, die das Weinbaugebiet weit über die Grenzen  hinaus als lebenswerte Genussregion bekannt machen soll. Über die sozialen Medien werden die royalen Repräsentantinnen auch Einblicke in die Arbeiten der Winzer und in ihren Alltag als Weinhoheiten gewähren. 
In einem prägnanten Gruß stellte die frisch gekrönte Weinkönigin dar, wie sehr ihr Beruf für sie Berufung ist. „Wir Winzer tun, was wir lieben”, so Jessica Himmelsbach. „Wir sollten trotz aller Herausforderungen unsere Privilegien mehr schätzen. Zusammen sind wir stark und zusammen können wir in den aktuell sehr herausfordernden Zeiten den Weinbau zukunftsfähig gestalten.”
Dank an die „Chefgärtner”
Pandemiebedingt hatten die sozialen Medien in der Amtszeit des scheidenden Trios – Katrin Lang, Victoria Lorenz und Michaela Wille –  eine starke Rolle gespielt. Nicht zuletzt ihr kreativ und frisch gestalteter Weintalk aus Baden „Neigschmeckt” bescherte ihnen viele digitale Freunde. In ihrem Rückblick nahm die Hilfsaktion für die Winzerfamilien an der Ahr einen besonderen Platz ein. Und natürlich der Dank an das Team des Weinbauverbands, die beiden „Chefgärtner” Rainer Zeller und Holger Klein sowie „Queen Mum” Esther Sutter für deren großartige Unterstützung.
„Wir durften im Garten nicht nur Unkraut zupfen, sondern uns verwirklichen”, meinte  Katrin Lang, nachdem sie die Krone der Badischen Weinkönigin weitergegeben hatte. Sie und ihre Weinprinzessinnen Michaela Wille und Victoria Lorenz erhielten als Dankeschön für ihren Einsatz von Präsident Rainer Zeller die Ehrenurkunde des Badischen Weinbauverbandes sowie eine Perlenkette mit Krone.
Das sind die Badischen Weinhoheiten 2022/23
Mit der Krönung der Badischen Weinhoheiten 2022/23 erreichte der Wahltag seinen Höhepunkt. Dabei erhielten Lisa Huber von Victoria Lorenz, Jessica Himmelsbach von Katrin Lang und Geraldine Liebs von Michaela Wille die Kronen (von links).
Badische Weinkönigin: Jessica Himmelsbach
 
Die 27-jährige Markgräflerin ist ausgebildete Winzerin und beruflich im Weingut Zotz in Heitersheim tätig. Über einen Einsatz beim Herbsten „fing sie Feuer für den badischen Wein”, das sie bis heute nicht mehr loslässt. Sie bringt internationale Erfahrung aus Schulaufenthalten in den Niederlanden und den USA mit. Hoheitliche Erfahrungen sammelte sie von 2019 bis 2021 als Markgräfler Bereichsweinprinzessin.

Bad. Weinprinzessin: Geraldine Liebs
studiert Betriebswirtschaft (BWL) mit Schwerpunkt Handel an der Dualen Hochschule in Lörrach. Die 21-Jährige kommt aus Freiburg-Opfingen und ist studienbegleitend beim Staatsweingut Freiburg tätig. Hier kümmert sie sich insbesondere um die Betreuung von Kunden und das Marketing.

Bad. Weinprinzessin: Lisa Huber
studiert BWL mit Schwerpunkt Gesundheitsmanagement. Sie stammt aus der Weinbaugemeinde Durbach in der Ortenau. Dort konnte die 21-Jährige während des zurückliegenden Jahres bereits Erfahrung mit ihrem Amt der 35. Durbacher Weinprinzessin sammeln.