Nachrichten | 01. March 2019

Die Sieger kommen weiter

Von Petra Littner
Der 34. Bundesberufswettbewerb steht unter dem Motto „Grüne Berufe #landgemacht – Qualität.Vertrauen.Zukunft”. In der Sparte „Weinbau” qualifizierten sich für Baden vier Jungwinzer für den Bundesentscheid im Juni.
Fünf Jungwinzer und eine Jungwinzerin überzeugten mit Fachwissen, Können und Geschick und wurden mit Urkunden ausgezeichnet.
Wer sind die besten Jungwinzer, wer die besten Junglandwirte? Um das herauszufinden, traten deutschlandweit rund 10 000 Auszubildende in den verschiedenen Sparten der Grünen Berufe an. In Baden trafen sich am 7. Februar die Teilnehmer aus Weinbau und Landwirtschaft an mehreren Austragungsorten zum Vorentscheid.
Die  Berufs- und Fachschüler der Landwirtschaft sollten in Emmendingen, Radolfzell und Villingen zum Beispiel Futtermittel und Saatgut bestimmen, Dünger dosieren, einen  elektrischen Stecker reparieren oder auch eine Maßnahme zum Thema Tierwohl vorstellen. 60 Jungwinzerinnen und Jungwinzer wiederum stellten sich dem Wettkampf  im Badischen Winzerkeller in Breisach sowie in Ihringen beim Staatsweingut Blankenhornsberg.
Fragen zum Allgemeinwissen wurden gestellt, sensorische Fähigkeiten geprüft und das  spundvolle Abfüllen eines Gebindes getestet. Darüber hinaus sollten die Teilnehmer überzeugend präsentieren, warum die Teilnahme am Berufswettbewerb wichtig und sinnvoll ist.
Sieger qualifizierten sich für den Bundesentscheid
Zusammen mit Werner Räpple, Katrin Schmidt und Franz Benz gratulierte die BBL-Vorsitzende Katharina Dier den Siegern (von links).
Dass alle gut vorbereitet waren, zeigten die Ergebnisse, aus denen schließlich die Sieger beider Leistungsgruppen ermittelt wurden. Diese reisen nun direkt zum Bundesentscheid, der vom 2. bis 6. Juni 2019 im württembergischen Nordheim ausgetragen wird.
Für die Berufsschüler treten Nico Wiedemann aus Sasbach am Kaiserstuhl (1. Platz) und Jessica Himmelsbach aus Heitersheim/Markgräflerland (2.) an. Unter den Fachschülern qualifizierten sich zwei Teilnehmer aus dem Markgräflerland: 1. Martin Brengartner aus Ehrenkirchen, 2. Matthias Krumm aus Müllheim.
Die dritten Sieger der jeweiligen Gruppen erhielten eine Urkunde: Johannes Dreher aus  March/Breisgau (Gruppe I.) und Maximilian Vogginger aus Müllheim (II.). Bei der Siegerehrung im Badischen Winzerkeller in Breisach erinnerte sich Weinbauverbands-Vizepräsident Franz Benz an seine Teilnahme: „Von alleine geht gar nichts.”
Die amtierende Weinprinzessin der Bereiche Kaiserstuhl und Tuniberg, Katrin Schmidt, hatte ebenfalls vor vier Jahren teilgenommen. Der Berufswettbewerb zeige, wie attraktiv der Beruf des Winzers sei, betonte sie. Im Außenbetrieb beim Staatsweingut Blankenhornsberg in Ihringen wie auch bei kellertechnischen und sensorischen Aufgaben im Badischen Winzerkeller hätten die Teilnehmer erkennen können, in welchen Bereichen sie fit sind.
Nächste Termine
Weinprinzessin Katrin Schmidt stellte verschiedene Weine vor.
Bei der anschließenden Weinprobe stellte Katrin Schmidt unter vier ausgewählten Tropfen auch  einen 2018er Grauburgunder Kabinett vom Breisacher Eckartsberg vor. Azubis hatten das Rebstück, in dem die Trauben dafür reiften, bewirtschaftet und den Wein eigens ausgebaut.
Abschließend rief BLHV-Präsident Werner Räpple die angehenden Winzerinnen und Winzer auf, bei berufsständischen Verbänden und Organisationen mitzuwirken.  Peter Schuster, Geschäftsführer des BWK, ergänzte: „Sie als Jugend sind die Zukunft.”
Der bundesweite Berufswettbewerb wird alle zwei Jahre vom Deutschen Bauernverband  ausgeschrieben und in Südbaden vom Bund Badischer Landjugend (BBL), dem Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverband (BLHV) in enger Zusammenarbeit mit den haus-, land- und forstwirtschaftlichen Ausbildungsstätten, den Ämtern für Landwirtschaft und dem Badischen Weinbauverband ausgerichtet.
Der Landesentscheid im Bereich Landwirtschaft findet am 9. und 10. April statt (die Sieger des Vorentscheids sind hier aufgeführt). Am 9./10. April werden auch die Hauswirtschafter zum Verbandsentscheid in Emmendingen antreten. Die Forstwirte reisen zum Landesentscheid am 16. April im Forstlichen Bildungszentrum im württembergischen Königsbronn-Itzelberg ebenfalls direkt an.