Weinbauverband | 24. Januar 2024

Ehemalige Deutsche Weinkönigin wirbt künftig für Baden

Von der Redaktion
Zum Jahresbeginn hat Katrin Lang beim Badischen Weinbauverband in Freiburg die neu geschaffene Stelle als Referentin für Herkunftskommunikation übernommen.
Katrin Lang setzt sich als Referentin für Herkunftskommunikation für das Anbaugebiet Baden ein.
Die studierte Oenologin ist ab sofort Ansprechpartnerin für sämtliche Anfragen rund um den badischen Wein, außerdem wird sie die Online-Kommunikation für das Anbaugebiet und die Herkunftsprofilierung innerhalb der Schutzgemeinschaft unterstützen.
Katrin  Lang ist als ehemalige Deutsche Weinkönigin (2022/23) und als Badische Weinkönigin (2021/22) keine Unbekannte. Fachwissen hat sich die 24-jährige Ebringerin in ihrer Ausbildung im Staatsweingut Freiburg, in einem anschließenden Weinbau- und Oenologie-Studium am Weincampus in Neustadt (Pfalz) sowie als Kellermeisterin angeeignet. In ihrer neuen Funktion wird sich Katrin Lang auch in die Aus- und Weiterbildung von Weinerlebnisführern sowie bei Veranstaltungen einbringen. Bereits Mitte März steht sie auf der Fachmesse ProWein am badischen Gemeinschaftsstand als Ansprechpartnerin bereit.
Ideale Multiplikatorin
Nach einem mehr als dreimonatigen Auswahlverfahren konnte der Weinbauverband Katrin Lang für die wichtige Aufgabe gewinnen. „Mit ihrer Ausbildung und ihrer Erfahrung als Repräsentantin ist Katrin die Idealbesetzung für diese Position. Sie kennt sich in Baden und mit unseren heimischen Weinen bestens aus”, freut sich Holger Klein, Geschäftsführer des Badischen Weinbauverbandes. „Zudem ist sie eine der bekanntesten und beliebtesten Multiplikatorinnen der Weinbranche und bringt umfangreiche Kenntnisse in der Kommunikation über soziale Medien mit.”
Die neu geschaffene Stelle versteht der Badische Weinbauverband als Anlaufstelle für Weinliebhaber, Touristen und Kooperationspartner. Finanziert wird diese  aus Mitteln der Badischer Wein GmbH und des Verbandes. Um die Herkunftskampagne zu sichern, sind alle Mitgliedsbetriebe zur Unterstützung in Form einer freiwilligen Hektarabgabe aufgerufen.
„Die Weinwerbung gehört zwar nicht zu den Kernaufgaben des Weinbauverbandes, aber als Verantwortliche für die Schutzgemeinschaft der geschützten Herkunft Baden können wir nicht tatenlos zusehen, wenn Kommunikationsmaßnahmen, die unsere Herkunft bisher in den Köpfen der Verbraucher verankert haben, wegzubrechen drohen. Insbesondere nicht in dem schwierigen Marktumfeld, in dem wir uns aktuell bewegen”, so Klein.
Aus diesem Grund hat sich der Verband bereits in der Vergangenheit in vielfältiger Weise für die Außendarstellung des Anbaugebietes engagiert, sei es über Messen, Veranstaltungen, Pressearbeit oder jüngst mit dem sogenannten „Baden-Paket”, einer nachhaltigen Postversandverpackung, die mit dem Markenlogo „Baden” bedruckt ist und somit die Herkunft Baden direkt von den heimischen Weingütern und Winzergenossenschaften in die deutschen Haushalte transportiert.
Bekenntnis zur Herkunft
Mit der „Schutzgemeinschaft g.U. Baden” hat sich Deutschlands drittgrößtes Weinbaugebiet auf den Weg gemacht, sich zu profilieren. Von großer Bedeutung ist dabei, dass dies auch nach außen getragen wird. Nachdem die Tätigkeit der „Badischer Wein GmbH” eingestellt wurde, hat der Badische Weinbauverband in seinem Umfeld eine zunächst auf zwei Jahre befristete Projektstelle geschaffen. Diese wird die Kommunikation innerhalb der Badischen Weinwirtschaft sowie von Baden zu verschiedenen Institutionen übernehmen.
In deutlich geringerem Umfang als bisher werden gemeinschaftliche Messeauftritte fortgeführt und die bestehenden Social-Media-Kanäle betreut. Für die neuen Aufgaben konnte Katrin Lang gewonnen werden, die sowohl fachlich, als auch in Sachen Marketing Erfahrung mitbringt.
Zur Finanzierung der Kampagnen, zu der unter anderem eine dringend benötigte Broschüre über das Anbaugebiet gehört, sind Mittel in Höhe von mindestens 200 000 Euro erforderlich. Die Schutzgemeinschaft hat sich dabei für eine freiwillige Flächenumlage ausgesprochen, die mit 20 Euro je Hektar  für den Einzelnen ein geringer Aufwand, in der Summe jedoch wirksam ist. Wenn sich viele Betriebe beteiligen, besteht zudem die Chance auf Fördermittel, die von der EU zur Bewerbung von geschützten Ursprungsbezeichnungen zur Verfügung gestellt werden.
Aufruf an die Erzeuger
Der Badische Weinbauverband appelliert an die Solidarität aller und ruft die Weinerzeugerbetriebe Badens – egal ob groß oder klein, selbstvermarktend oder genossenschaftlich organisiert – zur Unterstützung der gemeinsamen Herkunftskommunikation auf.
Seit 1932 wirbt Baden unter einem gemeinsamen Dach. Ab 2009 repräsentierte die  „Badischer Wein GmbH” das Weinbaugebiet mit seinen neun Bereichen national und international. Zum 31. Dezember 2023 stellte die Badischer Wein GmbH die Aktivitäten ein. Durch Kündigungen war die Grenze von 10 000 Hektar der beitragzahlenden Betriebe unterschritten worden. Mit dem Engagement für die auf zwei Jahre angelegte Kampagne möchte der Badische Weinbauverband ein Grundrauschen in der Herkunftkommunikation  für Baden erhalten.
Kontakt: Katrin Lang, Referentin für Herkunftskommunikation, Tel. 0761/45910-12,
E-Mail: k.lang@badischer-weinbauverband.de, www.badischer-weinbauverband.de.