Weinbauverband | 24. Januar 2024

„Beharrlichkeit führt zum Ziel”

Von Laura Janz
Beim Jungunternehmertag tauschten sich Jungwinzerinnen und -winzer aus der Region mit anderen jungen Leuten der Weinbranche aus, die über ihren Werdegang und gemachte Erfahrungen im eigenen Unternehmen berichteten.
Der Tag Mitte Dezember wurde zum Treffpunkt 50 junger Menschen.
Der Tag, der vom Team Weinbau des Bundes Badischer Landjugend (BBL) gemeinsam mit dem Badischen Weinbauverband (BWV) veranstaltet wurde, hat sich in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt. Insgesamt rund 50 Berufsschülerinnen, Neueinsteiger, bereits ausgelernte Winzer und Unternehmerinnen waren zu Gast im Haus der Bauern. An dem Tag, der Mitte Dezember stattfand, ging es darum, Informationen auszutauschen und Netzwerke zu knüpfen.
Gemeinsam mit dem Badischen Weinbauverband hieß Jessica Himmelsbach vom BBL-Vorstand, zuständig für das Ressort Weinbau, den Berufsnachwuchs und die Referentinnen und Referenten willkommen. Auch Weinbaupräsident Rainer Zeller begrüßte die Teilnehmenden und sprach an, wie wichtig das ehrenamtliche Engagement sei und welche Vorteile die Vernetzung und Zusammenarbeit hätten.
Praxisbeispiele, die motivieren
Andrea Engler-Waibel vom Weingut Engler in Müllheim, Mitglied im Verbandsausschuss des BWV, berichtete anschließend über ihre ehrenamtliche Arbeit im Verband und der-
en Vorteile. Danach erzählte Theresa Morand von der Firma Vollherbst Etiketten von der Entstehung und Philosophie des Unternehmens. „Es ist wichtig, dass Menschen, Marken und Unternehmen sich treu bleiben”, zitierte sie den geschäftsführenden Gesellschafter Matthias Vollherbst. Dieser Leitsatz ziehe sich durch das ganze Unternehmen. Es werde besonders viel Wert darauf gelegt, den Kunden, sein Produkt und seine Vermarktungswege sehr genau kennenzulernen und zu verstehen, bevor dann letztendlich das Etikett designt wird. Als weitere Motivation gab Theresa Morand den Jungwinzerinnen und -winzern ein Zitat von Franz-Anton Vollherbst mit auf den Weg: „Beharrlichkeit führt zum Ziel.”  Auf ihn geht die Gründung des Unternehmens zurück.
Als nächstes berichtete Fabian Zähringer vom gleichnamigen Weingut über „Zukunftsweine”. Er erklärte: Die Zukunftsweinbewegung wolle Winzer, Handel und auch Kunden von der Sinnhaftigkeit der nachhaltigen Rebsorten überzeugen und zu nachhaltigem Handeln inspirieren.
Linda Kurz, die seit 2022 die Weinbar Kurz und Kork in Freiburg betreibt, fasste die Entstehung, Idee und das Konzept ihrer Weinbar zusammen. Ein besonderer Fokus liegt auf Natur- und Bioweinen. Ihr liege es am Herzen, Wein für jeden zugänglich zu machen. Sie möchte ihre Freude am Wein mit allen teilen – ob mit oder ohne vorhandene Weinkenntnisse. Matthias Wörner vom Hofgut Wörner in Durbach erzählte von der Entstehung seines kleinen Weinguts aus dem elterlichen Gemischtbetrieb. Mehrfach betonte er, wie wichtig es sei, gut vernetzt zu sein. Er erzählte außerdem von der Hofübergabe und -übernahme sowie der gegenseitigen Rücksichtnahme dabei.
Was wäre, wenn...?
Zuvor wurden Kärtchen an die Teilnehmenden verteilt mit der Frage: „Was würdest du ändern, wenn du einen Tag Verbandspräsident sein könntest?” Gemeinsam wurden die Antworten besprochen. Die Teilnehmenden nannten insbesondere die Schwierigkeiten aus ihrer eigenen Praxis – bei Förderungen, Subventionen und auch die Bezahlung der Azubis. BWV-Geschäftsführer Holger Klein beantwortete Fragen und diskutierte mit den Teilnehmenden.
Bei einer exklusiven Weinprobe zum Ausklang stellten Jessica Himmelsbach und Matthias Wörner vier Weine vor. Die Weine wurden vom Weingut Zähringer und Hofgut Wörner bereitgestellt. Hier fanden die Teilnehmenden Zeit, um  sich mit den Berufskolleginnen und -kollegen auszutauschen und zu diskutieren.