Nachrichten | 04. September 2020

308 Hektar Rebfläche kommen dazu

Von AgE
Von 697 Hektar beantragten neuen Rebflächen in Deutschland wurden in diesem Jahr 308 Hektar genehmigt. Auf Baden entfallen davon zehn Hektar, in Rheinhessen sind es mit rund 164 Hektar mit Abstand am meisten.
Für das Anbaugebiet Saale-Unstrut wurden 17 Hektar neue Rebflächen genehmigt. Bisher sind es knapp 800 Hektar.
Die meisten der neuen Rebflächen entfallen mit etwa 211 Hektar nach Mitteilung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) auf Rheinland-Pfalz. Seit Januar 2020 hat die BLE 2632 gültige Anträge für Neuanpflanzungen entgegengenommen, von denen 2611 bewilligt wurden.
Rund 164 Hektar zusätzliche Rebfläche genehmigte die BLE im Jahr 2020 allein in Rheinhessen. Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) sind im Jahr 2019 im größten Weinanbaugebiet Deutschlands auf 26.860 Hektar Keltertrauben erzeugt worden. Nächstkleinere Anbauregion sei die Pfalz mit 23.684 Hektar. Hier bewilligte die Bundesanstalt für Landwirtschaft in diesem Jahr etwa 37 Hektar neue Rebflächen.
Kleinere Flächen
Darüber hinaus wurden für jeweils gut 17 Hektar in den Anbaugebieten Württemberg und Saale-Unstrut neue Anbaugenehmigungen erteilt, gefolgt von rund 14 Hektar in Franken, 10 Hektar in Baden und kleineren Flächen in den übrigen deutschen Anbaugebieten.  Rund 35 Hektar an genehmigter Anbaufläche entfallen in diesem Jahr auf Landweingebiete und Gebiete ohne geschützte Ursprungsbezeichnung.
Der BLE zufolge dürfen jährlich in Deutschland im Umfang von maximal 0,3 Prozent  der Anbaufläche des Vorjahres neue Rebflächen angelegt werden, wobei der Stichtag der 31. Juli ist. An der Obergrenze von 0,3 % soll sich nach der aktuell
geplanten Weingesetznovelle auch bis 2023 nicht ändern. Das EU-Recht erlaubt Neugenehmigungen von bis zu 1,0 % der bestehenden Rebflächen.
Priorität Steillagen
Wer im Einzelnen wieviel zusätzliche Rebfläche erhält, richtet sich hierzulande nach Angaben der Bundesanstalt in erster Linie nach der Steillage der beantragten Areale. Erste Priorität hätten Flächen mit mehr als 30 Prozent Hangneigung, gefolgt von Flächen mit 15 bis 30 Prozent Hangneigung. Coronabedingt kam es in diesem Jahr zu einer Änderung der Pflanzrechte-Regulierung. Wegen der umfangreichen Beschränkungen in den Mitgliedstaaten hat die EU-Kommission eine Durchführungsverordnung erlassen, nach der die Gültigkeit von Pflanzgenehmigungen aus dem Jahr 2017 automatisch bis zum 4. Mai 2021 verlängert wird.