Nachrichten | 15. June 2016

Weber mahnt absatzfördernde Maßnahmen für Wein an

Von AgE
Mit Verweis auf die starke internationale Konkurrenz hält der Präsident des Deutschen Weinbauverbandes (DWV), Norbert Weber, absatzfördernde Maßnahmen für Wein im Lebensmitteleinzelhandel für wichtiger denn je. Handlungsbedarf sieht Weber aber auch in Teilbereichen des Exports, bei dem es Licht- und Schattenseiten gebe, wie Wertsteigerungen einerseits, andererseits jedoch auch Mengenverluste in den Preiseinstiegsbereichen. Dies wirke sich ungünstig auf den Fassweinmarkt aus, weshalb Gespräche zwischen allen am Markt Beteiligten notwendig und auch bereits vereinbart seien, um eine gemeinsame Lösungsstrategie zu entwickeln, erklärte der DWV-Präsident bei der Mitgliederversammlung in Neustadt an der Weinstraße.

Weber zeigte sich gleichzeitig aber überzeugt davon, dass die hohe Qualität und der heutige moderne Ausbaustil deutscher Weine eine solide Grundlage dafür sind, um die Chancen der Märkte ausnutzen zu können.

Mit Blick auf die Verhandlungen zur Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) zwischen der EU und den USA betonte der DWV-Präsident, die EU-Weinwirtschaft setze darauf, dass die Vereinbarungen des seit 2006 existierenden Weinabkommens zwischen der EU und den USA nicht in Frage gestellt würden. Neben der Verbesserung und Ausweitung des Schutzes der deutschen und europäischen Herkunftskennzeichnung sollte vor allem der Marktzugang für europäische Weinexporte verbessert werden.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde der Präsident des Weinbauverbandes Pfalz, Klaus Schneider, einstimmig zum DWV-Vizepräsidenten gewählt. Er folgt auf Edwin Schrank, der Ehrenpräsident des Weinbauverbandes Pfalz ist und dem Präsidium des DWV mehr als 20 Jahre angehörte.