Nachrichten | 03. November 2016

Durchschnittliche Menge hierzulande

Von der Redaktion
Eine sehr entspannte Weinlese neigt sich in vielen deutschen Anbaugebieten dem Ende zu. Die Erntemenge dürfte sich in etwa auf dem langjährigen Durchschnittsniveau bewegen.
Mit den eingebrachten Qualitäten ist man nach Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI) insgesamt sehr zufrieden. Dank gut ausgereifter und sehr gesunder Trauben seien vom diesjährigen Jahrgang fruchtbetonte Weißweine und farbkräftige Rotweine zu erwarten.
Besser als noch vor der Lese erwartet
Die Ernte in Deutschland ist nahezu abgeschlossen. Einige Betriebe hoffen natürlich noch auf Eiswein.
Die Ertragslage stellt sich mittlerweile wesentlich besser dar als noch zu Erntebeginn erwartet. Dazu haben teilweise auch die moderaten Niederschläge der letzten Wochen beigetragen. Die neuesten Ertragsschätzungen gehen bundesweit von einem Durchschnittsertrag in Höhe von neun Millionen Hektolitern aus. Das entspricht ziemlich genau dem langjährigen Mittel. Die Ernteergebnisse unterliegen allerdings regional und einzelbetrieblich sehr großen Schwankungen, je nachdem, wie stark die Weinberge von der feuchten Frühjahrswitterung in Mitleidenschaft gezogen wurden. Baden gehört dabei zu den Anbaugebieten, die eine im langjährigen Vergleich gesehen überdurchschnittliche Ernte verzeichnen. Gleiches gilt für Württemberg, Franken, den Mittelrhein, Sachsen und Saale-Unstrut. Exakt im langjährigen Mittel bewegt sich die Ernte in der Pfalz und an der Hessischen Bergstraße. An der Ahr, der Mosel, der Nahe, in Rheinhessen und im Rheingau fiel die Lesemenge unterdurchschnittlich aus. Extreme Witterungsverhältnisse haben in diesem Jahr auch in vielen Ländern Europas zum Teil zu erheblichen Ertragsverlusten geführt. Die EU-Kommission geht aktuell von einer europaweiten Weinmosterntemenge in Höhe von rund 166 Millionen Hektolitern aus. Dies entspräche einem Minus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr und von einem Prozent im Vergleich zum fünfjährigen Mittel.