Nachrichten | 14. April 2016

Neue Weinprinzessinnen im Norden Badens

Von Detlef Brötzmann
Zum ersten Mal in der Geschichte des Badischen Weinbauverbandes wurden für die beiden nördlichen Weinbaubereiche Badens Weinprinzessinnen gekrönt. Damit gibt es nun in acht von neun badischen Weinbaubereichen Weinprinzessinnen des Badischen Weinbauverbandes.
Stefanie Keller (21), Verwaltungsfachangestellte aus Hirschberg, vertritt als Bereichsweinprinzessin die Weinbauregion Badische Bergstraße. Svenja Wanielik (25), Weinbaustudentin aus Kürnbach, die Weinbauregion Kraichgau.
Die Krönung der beiden Weinhoheiten wurde von der Badischen Weinkönigin, Isabella Vetter, im Rahmen des 15. Weinfestivals im Wieslocher Kongresshotel Palatin vorgenommen.
Peter Wohlfarth, Geschäftsführer des Badischen Weinbauverbandes, hob beim Festakt  hervor, dass es in Baden seit 1973 Weinprinzessinnen in sechs von neun Weinregionen gibt. Nun kommen zwei Repräsentantinnen hinzu. Anlass für diesen Schritt war die Verlängerung der Badischen Weinstraße im Jahr 2014 auf  400 Kilometer Länge. Diese führt seither durch die Weinorte des Kraichgaus bis zur Badischen Bergstraße im äußersten Norden Badens.
Um den Bekanntheitsgrad der Weine in diesen Regionen zu erhöhen, folgte unter Marketinggesichtspunkten der konsequente Schritt, dort  Bereichsweinprinzessinnen zu küren. Initiiert wurden die beiden Ämter durch den Badischen Weinbauverband in Zusammenarbeit mit  Dr. Ulrich Roßwag als zuständigem  Abteilungspräsidenten beim Regierungspräsidium Karlsruhe.
Am Tag vor der Krönung mussten sich die Bewerberinnen einer  Prüfung unterziehen. Eine Jury aus dem jeweiligen Anbaugebiet stellte eine Reihe von Fragen rund um den Wein.  Zudem mussten die Bewerberinnen in einer Blindverkostung einen Wein beschreiben und die Rebsorte herausfinden.  
Leichtes Spiel
Für Stefanie Keller war dies  ein leichtes Spiel. Sie kommt aus einem Weinbaubetrieb, den ihr Opa Fritz Keller führte, der von ihren Eltern berufsbedingt aber zwischenzeitlich verpachtet wurde. Zudem war sie im Jahr 2014/15 Schriesheimer Weinprinzessin und wurde anschließend für ein Jahr zur Schriesheimer Weinkönigin gewählt.Svenja Wanielik ist im Schwarzrieslingdorf Kürnbach aufgewachsen und mit dem Weinbau vertraut. In den Semesterferien hilft sie im Weinbaubetrieb ihres Onkels aus. Derzeit absolviert sie ein Studium in Weinbau und Önologie an der Hochschule in Geisenheim. Dass das Amt einer Weinprinzessin eingeführt wurde, findet sie gut. Man könne  sich einbringen und den Kraichgau als Weinbauregion voranbringen.  
Nun steht wohl für beide viel an, zu rechnen ist nach ihren Angaben mit rund 50 Terminen in den nächsten Monaten. Zur notwendigen Mobilität wurde den Prinzessinnen jeweils ein Fahrzeug vom Autohaus Graf Hardenberg in Karlsruhe als Sponsor zur Verfügung gestellt.
Die Weinprinzessinnen kann man übrigens über den Weinbauverband für Veranstaltungen buchen. Auf die vielen  Begegnungen freuen sich die beiden schon heute.