Nachrichten | 09. November 2020

Weinorte als Aushängeschilder

Von der Redaktion
Das neue Siegel „Weinsüden Weinorte” der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) prämiert erstmals Städte und Gemeinden, die auf eine lange Geschichte des Weinbaus zurückblicken und über die Jahre ein breites weintouristisches Angebot entwickelt haben.
So wie hier in Meersburg freuten sich alle Weinorte über ihre neue Auszeichnung.
Bei 53 Bewerbungen sah die TMBW die entsprechenden Kriterien erfüllt. Diese Orte bilden seit diesem Herbst den Kreis der ersten Preisträger des neuen Gütesiegels.
„Die ‚Weinsüden Weinorte‘ sind unsere neuen Aushängeschilder des Weintourismus in Baden-Württemberg. In vorbildlicher Weise pflegen sie ihre traditionelle Beziehung zum Weinbau und machen dieses kulturelle Erbe sowohl für Einheimische als auch Urlauber erlebbar”, sagt TMBW-Geschäftsführer Andreas Braun. „Insbesondere freuen wir uns, dass die Weinorte vom Dorf bis zur Großstadt so vielfältig sind. Das zeigt, welch zentrale Rolle Wein und Weintourismus in Baden-Württemberg spielen.”
Von den 53 Preisträgern liegen 23 Orte in Baden, 29 gehören zum Anbaugebiet Württemberg. Mit der 11.000-Einwohner-Gemeinde Oberderdingen ist zudem ein „Grenzgänger” unter den Geehrten: Der Weinbauort zwischen Karlsruhe und Heilbronn liegt exakt an der weinbaulichen Grenze zwischen Baden und Württemberg. Die Oberderdinger Winzer bewirtschaften daher Weinberge in beiden Weinregionen.
Lebendige Weinkultur
Vogtsburg im Kaiserstuhl ist mit rund 1400 Hektar Rebfläche die flächengrößte weinbaubetreibende Gemeinde in Baden-Württemberg und trägt nun auch das Siegel „Weinsüden Weinorte”. Hier ein herbstlicher Blick auf die Teilorte Schelingen und Oberbergen.
Die Landeshauptstadt Stuttgart, deren Weinberge bis ans Zentrum heranreichen, ist der größte „Weinsüden Weinort” und neben Heilbronn die einzige Großstadt, die die Auszeichnung trägt. Markelsheim gehört mit seinen 2000 Einwohnern zum Stadtgebiet Bad Mergentheims und ist der kleinste gewürdigte Ort.
Alle „Weinsüden Weinorte” erfüllen die von der TMBW und Vertretern der Weinbranche erarbeiteten Mindestanforderungen. Die Gemeinden eint, dass zwei oder mehr Weinbaubetriebe ansässig sind, deren Erzeugnisse zudem vor Ort in Gastronomie und Handel erhältlich sind. In Form von Weinwanderwegen oder Weinstraßen ist eine zentrale touristische Infrastruktur vorhanden.
Straußenwirtschaften sowie regelmäßig veranstaltete Weinfeste geben eine lebendige Weinkultur zu erkennen. Nicht zuletzt haben die Weinorte einen eigenen Onlineauftritt, der ihren Weinbezug klar herausarbeitet und Urlauber somit auf das touristische Angebot aufmerksam macht.
Darüber hinaus machen die ausgezeichneten Orte ihre Angebote rund um den Wein auf vielfältige Weise erlebbar. Überzeugen konnte beispielsweise, wer sein weintouristisches Angebot so gestaltet, dass es inForm von (Mehr-)Tagesprogrammen gebucht werden kann. Viele Orte sind zudem in Programme von Weinerlebnisführern eingebunden oder können Betriebe mit Auszeichnungen wie „Weinsüden Vinothek” oder „Weinsüden Hotel” vorweisen.
Produktmarke erweitert
Mit diesem Siegel können sich nun 53 Orte schmücken.
Nachdem zu Jahresbeginn bereits das Siegel „Wein und Architektur” eingeführt wurde, erweitert das Urlaubsland Baden-Württemberg seine Produktmarke „Weinsüden” mit der erstmaligen Ehrung der Weinorte einmal mehr. Die 53 Preisträger rücken nun laut TMBW in den Fokus der Produktmarke und werden stärker in zukünftige Marketingaktivitäten einbezogen.
Eine vollständige Darstellung der mit dem Gütesiegel „Weinsüden Weinorte” gewürdigten Städte und Gemeinden gibt es hier.